Rational-emotive Verhaltenstherapie

"Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns, sondern unsere Meinungen über die Dinge."
Mit diesen Worten Epiktets lässt sich die Kernannahme der rational-emotiven Verhaltenstherapie sehr treffend beschreiben.

Oft sind wir der Meinung, dass eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Objekt automatisch ein Gefühl der Angst in uns auslöse. So ist ein Mensch mit Flugangst überzeugt, dass der bloße Anblick eines Flugzeuges genüge, um in ihm eine Angstreaktion hervorzurufen. Dass diese Annahme falsch ist, wird deutlich, wenn wir einmal weiter denken:

Was würde passieren, wenn der Anblick eines Flugzeuges ausreichte, um Angst auszulösen?

Richtig! Kein Flugzeug dieser Welt würde jemals wieder starten - denn es gäbe weder Piloten, noch Flugbegleiter, noch Passagiere!

Woran liegt es also, dass manche Menschen in einer bestimmten Situation große Angst empfinden und andere nicht?

Der Schlüssel zur Beantwortung dieser Frage sind unsere Gedanken. Durch Lernprozesse haben wir im Laufe unseres Lebens in bestimmten Situationen automatisierte Gedanken entwickelt, die in uns bestimmte Emotionen (zum Beispiel Angst) hervorrufen. Diese Gedanken sind uns häufig nicht bewusst!

Die gute Nachricht ist: Wenn es uns möglich war, diese angstauslösenden Gedanken zu erlernen, so können wir sie auch wieder verlernen!

Genau das ist die Aufgabe der rational-emotiven Verhaltenstherapie. 

Im ersten Schritt machen wir uns Ihre automatisierten Gedanken bewusst und untersuchen, welche Gefühle sie in Ihnen hervorrufen. Im Anschluss prüfen wir Ihre Gedanken mittels verschiedener Methoden auf ihren Wahrheitsgehalt, um schließlich neue Bewertungen der bisher Angst auslösenden Situation zu erarbeiten, die positive Gefühle in Ihnen hervorrufen. 

Auf diese Weise wird es Ihnen möglich, Ihre Angst zu überwinden.